Ruckartig fährst du aus deinem Schlaf auf. Dein Bett, es ist nass von deinem Schweiß. Du schmeckst das Salz auf deinen Lippen. Dein Atem geht schnell, geht schwer.
Wovon hast du geträumt? Was hat dich so in Aufregung versetzt? Es will dir nicht mehr einfallen. Du weißt, dass es der selbe Traum war, den du schon seit Monaten hast. Nur dich an den Traum zu erinnern, das will dir nicht gelingen.
Du weißt, dass du beobachtet wirst, als du aus deinem Bett steigst. Überall um dich herum, winzige Augen, alle beobachten sie nur dich. Jede Bewegung. Nichts wird dem Zufall überlassen, denn in diesen Tagen bist du unersetzlich.
Mit einem Knopf öffnest du das Fenster in deiner Kabine. Selbstverständlich ist es kein echtes Fenster. Dich nur durch eine Glasschicht vom Vakuum des Raumes zu trennen wäre töricht. Aber die Projektion ist so täuschend echt, dass du dich in ihr zu verlieren vermagst.
Die Sterne dort draußen stehen dicht an dicht. Du weißt, was du siehst. Zehntausend Sterne, winzige Sterne, gigantische Sterne, Sterne aus Metall. Eine Milliarde Menschen, wartend.
Die größte Flotte in der Geschichte der Menschheit. Eine ganze Generation, die unterschiedlichsten Welten, einst zerstritten, nun vereint unter deinem Banner.
Eine Milliarde, bereit dir zu folgen, bis zu jenem schicksalhaften Punkt, an dem ihr die Fundamente der Welt, aller Welten, niederreißt. Jener Punkt, an dem ihr das Universum, die Kulisse in diesem finsteren Schauspiel, in Stücke schlagt. Das Experiment, welches entscheidet, ob die Schöpfung bestehen wird oder alles Sein endet.

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