In den letzten Tagen durfte ich sie ja ausreichend genießen, die Warteschleifenmusik der Telekom. Ich habe nichts gegen Warteschleifenmusik an sich, aber es wäre doch schön, wenn irgendwer sich die Sache auch mal anhören würde, bevor sie live geht. Denn Musik, die ich durch unser Telefon hören darf klingt nicht wie Musik, die von meinem iPod kommt, nicht einmal im Ansatz. Das hat die Telekom trotzdem nicht davon abgehalten, ihre Musik mit irgendeinem unheimlich hohen, fast Glockenspiel-artigen Instrument umsetzen zu lassen, selbstverständlich als Ausrede um ganz organisch in ihr eigenes Dadadadadammm übergehen zu können. Soweit kein Problem, würde die Qualität des Klangs nicht jedem Volksempfänger alle Ehre machen.
Es. Klingt. Nicht. Gut.
Ich (und vermutlich auch sonst niemand) verlangt oder erwartet überhaupt, dass Warteschleifenmusik in irgendeiner Weise gut ist, aber zumindest sollte sie mich nicht mit Mordlust erfüllen. Ich brauche kein vierzigköpfiges Streicherensemble und der Welt beste Flötisten, die unter der Leitung von Sir Simon Rattle die T-Com-Sinfonie einspielen. Es wäre nur schön, wenn extreme Töne vermieden würden, die dem Telefon nur noch ein lustloses Rauschen abringen können.
Ich meine… jetzt mal im Ernst.